Risikohinweise zum CFD-Handel
Die wichtigste Seite dieser Website. Sie ist unbequem, und das ist Absicht: Wer die folgenden Punkte gelesen und verstanden hat, trifft eine informierte Entscheidung — auch wenn sie lautet, es zu lassen.
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Was ein CFD ist — und was nicht
Ein CFD (Contract for Difference, Differenzkontrakt) ist ein Vertrag zwischen dir und dem Anbieter über die Differenz zwischen Eröffnungs- und Schließungskurs eines Basiswerts. Du kaufst dabei nicht den Basiswert.
Konkret bedeutet das:
- Du erwirbst keine Aktien, keine Anteile, kein Gold, keine Kryptowährung.
- Du erhältst keine Dividenden, keine Stimmrechte, keine Aktionärsrechte.
- Dein Vertragspartner ist der Anbieter, nicht eine Börse. Es besteht ein Kontrahentenrisiko.
- CFDs sind für kurzfristige Spekulation konstruiert, nicht für langfristigen Vermögensaufbau.
CFDs sind keine Geldanlage und keine Altersvorsorge. Wer Vermögen über Jahrzehnte aufbauen will, findet dafür andere, kostengünstigere und weniger riskante Instrumente.
Hebel und Margin
Beim CFD-Handel hinterlegst du nur einen Bruchteil des Positionswerts als Sicherheitsleistung (Margin). Gewinne und Verluste beziehen sich aber auf den vollen Positionswert. Der Hebel vergrößert also nicht deine Chance — er vergrößert beides und verkürzt damit die durchschnittliche Lebensdauer eines Kontos.
| Hebel | Erforderliche Margin | Gegenbewegung bis zum Totalverlust der Margin |
|---|---|---|
| 30:1 | 3,33 % | 3,33 % |
| 20:1 | 5,00 % | 5,00 % |
| 10:1 | 10,00 % | 10,00 % |
| 5:1 | 20,00 % | 20,00 % |
| 2:1 | 50,00 % | 50,00 % |
Für Privatkunden im Europäischen Wirtschaftsraum sind die Hebel regulatorisch begrenzt — 30:1 bei Haupt-Währungspaaren, gestaffelt weniger bei volatileren Basiswerten. Diese Grenzen sind ein Schutz, keine Garantie.
Unterschreitet dein Konto die erforderliche Margin, kann der Anbieter Positionen automatisch schließen (Margin-Close-out). Das geschieht ohne Rücksicht darauf, ob sich der Markt danach wieder dreht.
Totalverlust des eingesetzten Kapitals
Du kannst dein gesamtes eingezahltes Kapital verlieren, und zwar in kurzer Zeit. Das ist kein theoretischer Randfall: {{broker.riskPercent}} % der Kleinanlegerkonten verlieren beim CFD-Handel mit {{broker.name}} Geld.
Für Privatkunden im EWR gilt ein gesetzlicher Negativsaldoschutz: Du kannst nicht mehr verlieren, als auf deinem Handelskonto liegt, eine Nachschusspflicht besteht nicht. Das begrenzt den Schaden — es verhindert ihn nicht.
Setze ausschließlich Kapital ein, dessen vollständigen Verlust du finanziell und emotional verkraften kannst. Kein Geld, das für Miete, Kredite, Rücklagen oder Altersvorsorge vorgesehen ist. Kein geliehenes Geld.
Kosten laufen gegen dich
Jeder Trade beginnt im Minus. Bevor der erste Euro Gewinn entsteht, muss sich der Markt so weit bewegen, dass die Kosten gedeckt sind. Beim Kostenmodell von {{broker.name}} sind das im Wesentlichen:
- Spread — die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Fällt bei jeder Position an, auch wenn keine Kommission berechnet wird.
- Übernachtfinanzierung — für über Nacht gehaltene Positionen. Wächst mit der Haltedauer und kann bei längeren Zeiträumen den Spread deutlich übersteigen.
- Währungsumrechnung — bis zu 0,7 % des realisierten Gewinns oder Verlusts, wenn Konto- und Instrumentenwährung auseinanderfallen.
- Inaktivitätsgebühr — bis zu 10 USD monatlich, wenn du dich mindestens drei Monate nicht einloggst.
- Garantierter Stop — wird über einen größeren Spread bezahlt.
Rechne das durch, bevor du handelst: Kostenrechner.
Marktrisiken, die keine Regel abfängt
Kurslücken (Gaps) und Slippage
Märkte bewegen sich nicht immer stetig. Nach Wochenenden, Feiertagen oder überraschenden Nachrichten kann der Eröffnungskurs weit vom letzten Kurs entfernt liegen. Ein normaler Stop-Loss wird dann zum nächstverfügbaren Kurs ausgeführt — möglicherweise deutlich schlechter als gesetzt. Ein Stop-Loss ist eine Absicht, keine Garantie.
Volatilität und Liquidität
In turbulenten Phasen weiten sich Spreads, Ausführungen verzögern sich, einzelne Instrumente können zeitweise nicht handelbar sein. Genau dann, wenn es darauf ankäme.
Währungsrisiko
Handelst du Instrumente in einer Fremdwährung, wirkt die Wechselkursentwicklung zusätzlich auf dein Ergebnis — in beide Richtungen.
Technisches Risiko
Internetstörungen, Ausfälle der Handelsplattform oder Gerätefehler können dazu führen, dass du Positionen zeitweise nicht schließen kannst.
Das Risiko, das vor dem Bildschirm sitzt
Der häufigste Grund für Verluste ist nicht ein falscher Einstieg, sondern das Verhalten danach: Verluste laufen lassen, Gewinne zu früh mitnehmen, nach einer Pechsträhne die Positionsgröße erhöhen, um „es zurückzuholen“.
Gehebelte Produkte verstärken diesen Effekt, weil sie schnelle, große Ausschläge erzeugen. Wer unter Druck handelt, handelt schlechter — messbar und zuverlässig.
Wenn du eines der folgenden Muster bei dir bemerkst, ist das ein Grund zu pausieren, nicht weiterzumachen:
- Du erhöhst Einsätze, um Verluste auszugleichen.
- Du handelst mit Geld, das eigentlich anders verplant war.
- Du verheimlichst dein Handeln vor Menschen, die dir nahestehen.
- Du kannst nicht aufhören, obwohl du es dir vorgenommen hast.
- Handeln bestimmt deine Stimmung, deinen Schlaf oder deine Arbeit.
Kostenlose, anonyme Hilfe
Die bundesweite Telefonberatung zur Glücksspielsucht des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG, vormals BZgA) berät kostenfrei und anonym — auch bei problematischem Handelsverhalten.
0800 137 27 00Montag bis Donnerstag 10–22 Uhr, Freitag bis Sonntag 10–18 Uhr. Online: check-dein-spiel.de
Keine Anlageberatung
{{channelName}} ist ein Wissens-Magazin. Wir sind kein Finanzdienstleistungsinstitut, kein Anlageberater und kein Vermittler von Finanzinstrumenten. Wir erbringen keine Wertpapierdienstleistungen und keine Anlagevermittlung.
Sämtliche Inhalte dienen der allgemeinen Information und Bildung. Sie stellen weder eine Anlageberatung noch eine Anlageempfehlung, Steuer- oder Rechtsberatung dar, berücksichtigen weder deine Kenntnisse und Erfahrungen noch deine Anlageziele oder finanzielle Situation und sind keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten.
Vergangene Wertentwicklungen, Simulationen und Beispielrechnungen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Beispielrechnungen auf dieser Website sind vereinfacht und dienen ausschließlich der Veranschaulichung.
Vor einer Entscheidung solltest du die Basisinformationsblätter (KID) und Vertragsbedingungen des Anbieters lesen und, wenn nötig, unabhängigen Rat einholen.
Anbieter und Aufsicht
Werbung Diese Website bewirbt {{broker.name}}. Anbieter und Verkäufer der beschriebenen Finanzprodukte im Europäischen Wirtschaftsraum ist {{broker.entity}}, beaufsichtigt von der {{broker.regulator}} unter der Lizenz-Nr. {{broker.licence}}.
Angaben zu Konditionen und zur Verlustquote geben den Stand vom {{broker.lastChecked}} wieder. Die Verlustquote wird vom Anbieter quartalsweise neu berechnet; maßgeblich ist stets der aktuell auf dessen Website ausgewiesene Wert.
Details zur Vergütung: Transparenz & Werbekennzeichnung.
Zielgruppe und räumliche Beschränkung
Die Inhalte dieser Website richten sich an volljährige Personen mit Wohnsitz im Europäischen Wirtschaftsraum.
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Bevor du echtes Geld einsetzt
Wenn du auch nur eine dieser Fragen nicht mit einem klaren Ja beantworten kannst, ist der Zeitpunkt noch nicht gekommen:
- Kann ich in einem Satz erklären, was ein CFD ist und wer mein Vertragspartner ist?
- Weiß ich, wie viel mich ein konkreter Trade an Spread und Finanzierung kostet — in Euro?
- Habe ich mindestens acht Wochen im Demokonto gehandelt und jeden Trade dokumentiert?
- Steht mein Regelwerk schriftlich fest, inklusive Positionsgröße und Abbruchkriterium?
- Ist der Betrag, den ich einzahle, ein Betrag, dessen Totalverlust mein Leben nicht verändert?
- Weiß ich, was ich tue, wenn ich drei Verlust-Trades in Folge habe?
Der Weg dorthin: Lernpfade und Kostenrechner.